Juni 2008


Schön, dass ich vom Günter nun erfahren habe, dass man mit Schachtelhalmbrühe auch gegen Rosenrost etwas machen kann.
Dies ist die Kandidatin, an der ich das Sud-Rezept zuerst ausprobieren werde, denn Schachtelhalm haben wir massenhaft im Garten.

LilienJuni08 kletterrose

Das meiste hab ich nach der wilden Blüte ohne Blätter schon abgeschnitten, und wenn der Rest verblüht ist, gehts runter bis nach unten und die Stengel-Stümpfe werden in Schachtelhalmbrühe gebadet.
Ich finde die Blüten-Farbe so schön, deshalb würde ich sie gern retten.

Vielleicht pflanze ich sie auch um, habe schon einen anderen Platz für sie im Auge …

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Zumindest dort, wo ich lebe 😉

Daher darf ich hier auch mitbloggen. Ich bin Krimi-, Kinder- und Jugendbuchautorin, und wenn meine Bücher nicht im Dachkämmerchen entstehen, dann hier:

Mein Gartenarbeitsplatz

Einfälle für Krimis bekomme ich dort schon genug, wenn ich nur über den Gartenzaun schaue…

Ich werde euch sicher noch einige Einblicke in mein großstädtisches Landleben gewähren; z.B. in meinen Gemüsegarten, den ich gerade neu beackere. Das ist ja dann auch so etwas wie ein Mitgliederprojekt: Writingwomans Gemüsegarten 😉
Das ist dann auch ein Anreiz, dort in jedem Fall am Ball zu bleiben.

Auf jeden Fall freue ich mich, hier mitbloggen zu dürfen 🙂

Schachtelhalmbrühe

Die Wedel bodentief abschneiden, 1 1/2 Kilo in 10 l Wasser für 24 h lang einweichen, dann eine Stunde kochen, zugedeckt abkühlen lassen, vor Gebrauch abseihen.

Zum Gebrauch 1:5 bis 1:10 mit Wasser verdünnen und vorbeugend gegen Insektenfrass alle 2 Wochen die jungen Pflanzen spritzen. Gegen Pilzkrankheiten ( Rost, Schorf, Mehltau, Braunfäule, Schwarzflecken, Sternrusstau an Rosen ) an 3 folgenden Tagen spritzen, öfters wiederholen.

Gegen Spinnmilben an Obstbäumen und Gemüse ebenfalls an 3 folgenden Tagen spritzen, aber ausnahmsweise bei praller Sonne.

Zur Pflege und vorbeugender Pilzbehandlung bei Zimmerpflanzen: Pflanzen mit 1:10 verdünnter Brühe einmal monatlich überbrausen.

Weil in DK allgemein die 37-Stunden-Woche gilt, arbeitet der Däne am Freitag nachmittag  bis 14 h, meistens aber nur bis 12 h. Es geht generell etwas weniger hektisch zu, nicht nur auf  Lolland. Kaffeepausen werden  strikt einegehalten, und oft  mit wienerbrød ( in D wiederum als Kopenhagener Plunder bekannt) unterlegt.

Die Arbeit fängt so gegen halb acht an, um 10 h ist Kaffeepause, das Mittagessen heisst nicht etwa middag, sondern frokost und besteht aus vielseitign und appetitlich belegtem Vollkornbrot, dem smørrebrød. Nachmittag ist dann um halb drei wieder Kaffeepause und spätestens um 4 h ist Schluss. Das Abendessen zuhause heisst aber middag.

Nach dem Kaffeetrinken bedankt man sich bei dem der das wienerbrød mitgebracht hat und sagt: Tak for kaffee. Worauf der sagt: Velbekomme. Oder bescheidener: Det var så lidt (Das war so wenig.)

Generell bedankt man sich viel öfter als in D. Für eine Einladung oder ein Essen bedankt man sich am nächsten Tag noch einmal und sagt: Tak for i aften (Danke für gestern abend), worauf die Antwort kommt: Det var så hyggelig. (Das war so – nein nicht hügelig – sondern gemütlich.)

Leider spricht der Däne seine Sprache nicht wie seine nordischen Brüder in Schweden und Nowegen in etwa so aus wie er sie schreibt,  das Verständnis anfangs etwas erschwert. Der Füne und Lolländer setzt aber immer  nch einen Schwierigkeitsgrad drauf .Während der Kopenhagener noch für „God dag“ noch reichsdänisch (rigsdansk) Goddää sagt, sagt der Lolländer nur noch „dau“, und auch zu dem eigentlich gut lesbaren Wort fagværk für Fachwerk, sagt er nur Fauweer. Ich habe das anfangs als VW-er (Volkswagen in der Mehrzahl)  verstanden.

Inzwischen haben sich meine Ohren und Hirnzentren schon darauf eingestellt, und auf die täglich mehrmals gestellte Frage:Hvårnår få vi øl? (Wann kriegen wir Bier?), sage ich flott: Ikke mer så lang. (Nicht mehr so lang)


Ich bin dann auf die Suche gegangen nach anderen Eigentümern. wir hatten so viele Gaeste und gar keine Moeglichkeit die alle unter zu bringen. Erst hab ich nur Briefe an alle deutschen Besitzer in unserem Haus geschickt. Daraufhin hat sich einer gemeldet, der aber nach Familiendisskusion doch nicht mitgemacht hat. Dann hat sich ein weiterer Besitzter gemeldet. Mit dem hab ich dann angefangen als Dienstleistung. Der ist heute noch dabei und ganz begeistert, wie gut wir (meine Freundin hilft mir seit einem Jahr) vermieten!
Und wieder haben wir Anzeigen geschaltet und wieder das alte Problem: Wo kriegen wir weitere Betten her?
Ich hab dann Briefe in ganz Noordwijk verteilt, wo ich dachte, das Ferienwohnungen vermietet werden. Auf der einen Seite war der Brief deutsch und auf der anderen Hollaendisch.
Monate lang hatten wir da gar keine Reaktion drauf! Aber trotzdem hab ich durch Internetsuche noch einige Besitzter gefunden. und tatsaechlich nach einem halben Jahr haben sich doch noch 2 Besitzer gemeldet.
So langsam ganz langsam wurde die Sache ernst. Erstmal eine Firma anmelden, stress mit dem Finanzamt will ich ja so gar keinen! eine eigene Website musste her, versteckt unter Ysseleikhoeve.de konnte uns ja niemand finden.
Ein Firmenname … das war noch eine Geburt.
Etwas sprachneutrales, was es noch nicht gibt, was auch kein Schimpfwort in einer anderen Sprache ist, wo die Site’s noch frei sind, was sich einpraegt… und noch viele Kriterien mehr musste der Name erfuellen.
Ich arbeitete damals noch halbtags bei Hanzestad.com und mein Kollege gegenueber hat einen Betrieb der heisst ReLub und mein Kollege heisst: Rene Luebring.
Ach, dachte ich, das ist doch was; die ersten zwei Buchstaben von meinem Vornamen und die ersten zwei (na ja ok drei) von meinem Nachnamen.
PeOos.
Noch eben auf dem www suchen, ob es das schon gibt oder ob es was anderes bedeutet und dann her mit meiner Site.
Hiermit begann ein langer Leidensweg, eine eigene Website bauen. Aber mehr im dritten Teil.

Mein Marcel arbeitet seit 2003 in Noordwijk aan Zee, was ungefaehr 150 km einfache Entfernung zu Kampen, meinem Wohnort, hat. Auch in Holland nimmt das Verkehrscaos zu, so das wir uns entschlossen haben, ein Appartment in Noordwijk zu kaufen. Klein aber fein, damit der Herr im Winter nicht jeden Abend auf der Autobahn sich mit den Deppen rumschlagen muss, und da gibt es hier ja ganz viele mit gelben Kennzeichen. Im Sommer vermieten wir das Appartement, dachten wir, dann wird der Spass nicht so teuer. Gesagt getan und ein paar gratis Anzeigen im WWW geschaltet. Abgesehen von endlos spam (spamfighter sei dank) haben wir auch endlos Gaeste gehabt. und da kam dann die Idee: ach, wenn ich doch fuer andere vermieten koennte.

Ich schreibe diesen Text einfach mal als Test, um zu schauen, ob das so klappt. Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit bin ich nämlich nicht mehr in der Lage, wirklich sinnvolle Dinge zu Papier – resp. die Tastatur 😉 – zu bringen.

In jedem Fall freue ich mich auf dieses gemeinsame Blog-Projekt und bin schon sehr gespannt, wie es sich entwickeln wird.

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