Juli 2008


Heute ist ein richtiger dänischer Sommertag auf Lolland. Sonnig, windig, warm. Strahlend blauer Himmel von Hydesby über Rosenlund bis Døllefjelde. In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass hier an vielen Häusern Stockrosen wachsen, auch an unserem Haus haben uns unsere Vorgänger eine kleine Zeile hinterlassen. Sie sind schon z.T. 2 Meter hoch und ich habe sie festgebunden, weil sie sonst der Wind knickt. Ausserdem habe ich sie abgemalt. Mal schauen ob ich das Bild jetzt richtig einfügen kann.

Die hohen Stockrosen, die gerne von Hummeln besucht werden.

Die hohen Stockrosen, die gerne von Hummeln besucht werden.

Scheint zu klappen. Aber das Bild ist ein bisschen blass.

Naja, schreib ich mal weiter.

Mit zur Hochsommerstimmung trägt auch bei, dass schon die ersten abgeernteten Getreidefelder zu sehen sind, meistens Gerste, Wintergerste. Die Sommergerste, die Braugerste, braucht noch ein bisschen länger. Sobald die Brauerei abgenommen ist, übernächste Woche, soll ich u.a. auch ein Erntebier, das auf dänisch høst øl heisst, brauen. Es soll das Malz aller Getreidesorten, also Gersten-, Weizen-, Roggen- und Hafermalz enthalten, aber nicht zu stark sein, sondern ein leichteres Sommerbier mit 10% Stammwürze und 4,2% Alkohol. Das ist wieder einmal eine schöne Aufgabe. Das Hafermalz war gar nicht so leicht aufzutreiben, ich habe schliesslich 50 kg von einer kleinen Mälzerei in England bekommen, die des für oatmeal stout mälzen. Dazu kann ich wieder ein Bild reinhängen:

Hafermalz und Rauchmalz für's høst øl.

Hafermalz und Rauchmalz für's høst øl.

Das Rauchmalz nehme ich auch mit dazu, weil es dem Bier einen guten Körper gibt. Der Rauchgeschmack kommt dabei nicht durch, weil ich nur ca 5% zugebe. Der grösste Teil wird Wiener Malz sein, das gibt dem Bier eine golden-hellbraune Farbe. Bei einem Bier mit so niedriger Stammwürze ist es wichtig, dass es einen guten Körper hat und nicht wässrig schmeckt.

Links das Hafer-, rechts das Gerstenmalz

Links das Hafer-, rechts das Gerstenmalz

Und so sieht mein Malzlager aus: In einem der grossen Säcke sind 600 kg, reicht für 2 Sude.

600 kg Pilsner Malz sind in jedem der grossen Säcke.

600 kg Pilsner Malz sind in jedem der grossen Säcke.

Genug gebraut. Schliesslich hat Ulrich in der Zwischenzeit auch etwas erlebt:

Ulrich, der inzwischen eine Stelle als Landwirtschaftsminister angetreten hat, ist gerade dabei seinen Vater aus der Bärenfalle zu befreien, als ein Telgramm eintrifft:

An Boria von Tuntentaxi +++ Dringend+++Eilt!!!!+++Wichtig. Ulrich wollte es gerade wegwerfen, als er stutzte. Wer wagte es, ihn mit einem fremden Namen, (der ihm jedoch bekannt vorkam), anzusprechen bzw anzuschreiben. Er buchstabierte weiter, was da auf dem Zettel stand. Als die Sonne nur noch eine Handbreit über dem Horizont stand und das laute Klagen seines Vaters längst in ein unartikuliertes Wimmern übergegangen war, hatte er den Text entziffert und auch einigermassen verstanden: Eilt. Dringend. Wichtig. Wertes Frl v. T., danke fuer die Einladung zum Tee. Stop. Ankomme baldigst, spaetestens abends, ggf. morgens, sonst evtl noch spaeter. Stop. Abholung Bahnsteig oder Bushaltestelle erbeten. Stop. Angela Kanzlerin v. Merckel.

Ulrich runzelte die Stirne. Wer war diese Person, die ihn da mit falschem Namen ansprach und sich im gleichen Atemzug selbst zum Tee einlud? Er glaubte sich zu erinnern, dass die Teekanne seit Jahren leer war und auch der Tee in der Tasse daneben war doch längst eingetrocknet. Hatte sich nicht sein Vater einen Tee aufgebrüht, ehe er zur Bärenjagd aufgebrochen war. Das war vor ca 3 -5 Jahren gewesen.

Er blickte auf seinen Vater im Fangeisen hinab, dessen gebrochene Augen schon beträchtlich an Glanz verloren hatten. Sah er nicht ermattet und leidend aus? Sein eigener Vater, dem Tode geweiht!

Schnell bückte er sich und befreite ihn aus dem schmerzhaften Griff der eisernen Fangzähne, die schon bis auf den Knochen gebissen hatten. Erleichtert seufzte der alte Mann auf. Und Arm in Arm, scherzend und singend, wanderten sie auf dem fast vergessenen, gleichwohl vielbegangenen Pfad, der vom Park geradewegs in eine übelbeleumundete Kascheme führte.

Aus dem Blattdickicht funkelte ein Paar roter Froschaugen hinter ihnen her.

Soweit der 5. Teil meines bisher unveröffentlichten Romans. Der 6. Teil leitet eine dramatische Wende ein.

Und zum Schluss noch:

2 Blüten mit Insekten

2 Blüten mit Insekten


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Regen auf lolland ist an sich nicht der Rede wert, denn auf einer Insel regnet es immer wieder mal. Eine Wolke zieht darüber und entweder -platsch! alles ist schlagartig nass, oder -piesel, piesel! alles wird so nach und nach nass. Aber das geht auch nach kurzer Zeit vorbei, weil die Wolke ja weiterzieht. Ganz selten, dass es mal einen ganzen Tag lang regnet ohne dass wenigstens einmal der blaue Himmel durchblitzt.

Für einen Binnenländer ist dieses Wetter aber trotzdem nicht so leicht einzuschätzen. Freitag und gestern war sehr regnerisch, und heute morgen schien es so weitermachen zu wollen, also fuhren wir nicht nach Maribo (nicht verwandt oder verschwägert mit Haribo oder Maribor) zum Jazzfestival sondern kramten unsere Hausarbeiten hervor. Die Dani ihre Stricknadeln und ich Papier, Bleistift und Pinsel.

Erst einmal habe ich wieder Möwen gemalt:

Dann habe ich weiter an meinen fränkischen Adress- und Telefonbuch gearbeitet.

Und für B wie Bamberg, Bier und Biergarten (der in Bamberg aber Bierkeller heisst) nehme ich dieses Bild:

Dann ist mir für den Frankenwald, wo sich bekanntlich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen wieder ein altes Motiv eingefallen. Ein Fuchs und ein Hase sind schnell auf Packpaier gemalt und eingescannt. Das Mondlicht habe ich mit dem Gimp-Pinsel gemalt.

Den Hintergrund habe ich auch mit Gimp gestaltet. Könnten Fuchs und Hase stilvoller Gute Nacht sagen?

Und der Packpapieruhu schaut auch in's Land hinaus

Und der Packpapieruhu schaut auch in's Land hinaus

Inzwischen ist wieder strahlend blauer Himmel mit ein paar weissen Tupfern auf der Lolland-Ostseite, schaut man aber auf die Westseite kommen schon wieder tiefe graue Wolken dahergerumpelt. Dem lustigen Lumpi wird’s auch langsam zu blöd. Raus aus der Hütte, rein in die Hütte. (Er ist nämlich der Prototyp des Ausser-Haus-Hundes)
Vielleicht sollte ich noch ein paar Zeilen für meinen Frl. Boria – Roman schreiben. So endete der letzte Teil:

Nachdem seine Schmerzenschreie in der Weite des Parks verhallt waren und sich eine graugelbe Rauchdecke wie Abendnebel auf der glatten Oberfläche des Seerosenteichs ausgebreitet hatte, musste Ulrich seine Gedanken neu ordnen.

Aber schon drangen neue Forderungen auf ihn ein: „Bring mir den Kopf von Angela Kanzlerin von Merckel!“

Und damit nicht genug:

„Und eine Schlosspackung Staubsaugerbeutel“

Und jetzt setzt die Fortsetzung ein:

Da meldete sich auch der Grasfrosch – der sich natürlich nur totgestellt hatte – zu Wort:

„Sollten wir nicht vorher eine Weltreise unternehmen? Wir könnten unsere Bobbycars nehmen, dann geht es schneller.“

Oh, wie glänzten da die Augen, alle Niedergeschlagenheit war wie weggeblasen, alle Last von den Schultern geworfen. Ulrich versuchte sich zu erinnern, wo er sein Bobbycar geparkt hatte. Hinterm Haus? In der Tiefgarage? Im Halteverbot? Es gelang ihm nicht. Denn das Flammeninferno, das ihm seiner gepflegten Nasenhaare beraubt hatte, war auch, wie in einem Kamin, die Nasenlöcher hochgetobt, und hatte 2 nicht unerhebliche Löcher in die schlaffe graue Masse gebrannt, die mitten im Wege lag. Es war genau diese Masse, die Ulrich für sein Gehirn hielt und mit der er auch zu denken versuchte. Die beiden verkohlten Löcher beeinträchtigten diese Fähigkeit jedoch nicht im geringsten.

Er sah den Frosch jubeln, er sah Frl. Boria jubeln, und hatte nicht den blassesten Schimmer was hier vorging. Folglich jubelte er auch mit. Vergessen war sein Vater, der im hinteren Teil des Parkes mit dem Fuss im Bäreneisen hing, die Jagdgehilfenprüfung, die morgen anstand, das zweite juristische Staatsexamen ( das er -um vor zu greifen – mit suma cum laude abschliessen wird), das er übermorgen zu absolvieren hatte.

Auch Frl. Boria war hingerissen vom Gedanken einer Weltreise. Da konnte sie unterwegs bequem den Kopf von Angela von Merckel entsorgen. Sie brauchte auch nicht mehr ihr ganzes Schloss zu saugen. Sie würde die ganze Welt sehen, und die würde ihr zu Füssen liegen. Verträumt lächelnd fischte sie nach den Bobbycarschlüsseln in ihrem Rauschkrautpompadour. Wo waren die Schlüssel nur?

Das Quietschen von Reifen und ein höhnisches Lachen riss sie aus ihren Gedanken. Da sauste der wie besessen strampelnde Frosch in ihrem Bobycar die Parkallee hinunter, seine grüner Schal wehte im Fahrtwind, und bevor er auf die Schnellstrasse, die in die weite Welt führte, einbog, winkte er noch einmal zurück.

Ein letzter, eiskalter Blick, der seine grüne Amphibienhaut zum Runzeln brachte und rote Pusteln hervorrief, traf ihn noch, bevor er entschwand.

(Hier endet der zweite Teil des 19. Kapitels)

Der dritte Teil handelt vom Versuch Ulrichs, ein weltweites Kuriernetz mit Hilfe von Kleidermotten und Schwarzen Waldameisen zu etablieren. Ein Unterfangen, das er mit dem Verlust seiner gesamten Korrespondenz und seiner Garderobe bezahlt, ihm aber dennoch den so heiss ersehnten „Dr. rer. nat.“ einbringt. Frl. Boria findet inzwischen eine leere Sauerkrautdose, in die der Kopf von Kanzlerin von Merckel genau hineinpasst.

Alles in allem war dies ein kreativer regnerischer Sonntag auf Lolland. Zum Abschied noch 2 Hagebutten aus meinem carnet-projekt:

Die Impressionen aus der Großstadt sind in diesem Fall auch eher ländlich, da wir am Freitag vor unserer Lieblingspizzeria der Wildschweinfamilie begegneten, die hier seit geraumer Zeit immer mal wieder spazieren geht:

Und dann hat sich vorhin unser Monsieur Katz sehr dekorativ auf die blaue Bank neben der Haustür gehockt:

*ggg*

Am Wochenende bin ich dann mal eben als Mamataxi 130 km in die Uckermark gefahren (2x hin und zurück), und habe es mir nicht nehmen lassen, wahrhaft ländliche Impressionen mitzunehmen, wie z.B. diese hier:

Mehr davon hier oder bei Flickr.

Bianca aus der Hühner-Mailingliste hat sich – seit ich sie kenne, und das sind mittlerweile einige Jahre – erfreulicherweise immer sehr engagiert für die Rettung von Käfighühnern (und den Tierschutz überhaupt) eingesetzt.
Vor ein paar Tagen wies sie die Listen-Mitglieder auf die WebSite „Rettet das Huhn“ hin und schrieb dazu folgenden kleinen Text:
(Ich habe ihre Erlaubnis, ihn hier zu veröffentlichen.)

flossiausschnitt2Dazu eine kleine Geschichte zu einer Henne, die ich im April aus der besagten Legebatterie erhalten habe.
Sie heißt Flosshilde (Rheintochter bei Richard Wagner), genannt Flossi, weil sie sich gleich am Tag nach ihrer Ankunft hier bei uns einen ihrer langen Fußnägel abgebrochen hat, was dann sehr stark geblutet hat.
Da habe ich sie, weil sie Probleme mit ihren „Flossen“ hatte, gleich mal Flossi genannt.

Ein paar Tage später hatte sie sich den nächsten Nagel gebrochen, während die anderen zehn Batteriehennen keine Probleme hatten (gut, lange Nägel, aber keine Brüche, ich hatte sie auch schon gekürzt).

Daraufhin habe ich mir Flossi ganz genau angeschaut. Ihr Hinterteil war sehr dick, die Henne war sehr schwer. Ich befürchtete Schichteier.

So brachte ich sie noch an dem Freitagabend zum Tierarzt, der sie gleich zur Operation dabehalten hat und mir keine Hoffnungen gemacht hat.

flossikrank

Ich war den ganzen Abend über sehr nervös, was die OP ergeben hatte, denn nur eine Woche Freiheit für Flossi – das hätte mir so leid getan.

Ich war überfroh, als der Arzt mir um 21 Uhr am Telefon verkündete, Flossi hätte überlebt, sei aber sehr schwach.

Am nächsten Vormittag habe ich sie abgeholt und gesehen, dass der Tierarzt fast die Hälfte des Huhnes entfernt hatte: einen riesigen Klumpen. Er sagte wörtlich, man müsse den Hut vor dem Huhn ziehen, dass es diese OP überlebt habe.

flossiausschnittIch habe Flossi gepflegt, und sie hat nicht aufgegeben. Zwei Tage später stand sie auf den Füßen, und bald musste ich sie zu den anderen setzen, damit sie nicht den Anschluss verliert (Hackordnung).

Sie hat inzwischen prima gemausert, der überlange Kamm ist wie bei allen geschrumpft und knallrot geworden, und sie ist gut in die Ordnung integriert. Flossi geht es gut.

Und jetzt kommt’s: Jeden Tag, wenn ich mich zu den Hühnern setze, kommt sie zu mir, schaut mich mit ihren schönen Augen an und setzt sich für eine lange Zeit neben mich oder auf meine Beine. Jeden Tag! Andere Hennen machen das auch, aber nicht sofort und jeden Tag. Es ist so, als ob sie Danke sagen wollte. Sie erhält ja nichts bei mir (kein Leckerli oder so).

BiancasHuehner

Ich lese meistens bei den Hühnern und beobachte sie. Flossis Blick ist der schönste Lohn, der schönste Dank ihrerseits dafür, dass sie nun leben darf.
Ich hoffe, Flossi wird noch sehr, sehr alt werden.

So, ich fand es wert, diese kleine Hennen-Rettungs-Geschichte auch im Landleben-Blog einfach mal zu veröffentlichen. Mancher mag den Kopf schütteln („Wie kann man nur …? Ein HUHN operieren lassen …? Ja GEHTS denn noch …?“), aber ich finde es einfach nur toll, wenn Menschen das tiefe Mitempfinden für ihre Mitgeschöpfe nicht verlorengegangen ist, und wenn sie sich SO für sie einsetzen.
Von DER Sorte Mensch bräuchten wir mehr auf diesem Planeten, finde ich …

Ich liebe Garten- und Wohnzeitschriften (und ebensolche Bücher). Ich bin ein Augenmensch uns schwelge in den Fotos Meist werde ich dann ganz hibbelig und will sofort umgestalten /umräumen.

Leider habe ich in meinem Garten noch nie die Athmosphäre hingekriegt, die ich auf Fotos so liebe, oder die ich an anderen Gärten schätze. Andere Leute hingegen finden es z.T. sehr nett. Liegt es am Blickwinkel und daran, dass es für mich zum Alltag gehört?

Ein Beispiel: In der aktuellen Country living habe ich das Foto eines Gemüsegartens in Frankreich entdeckt (Foto: B. Touillon):

Gemüsegarten in Frankreich aus Country living

Sehr einfach gestaltet mit den hölzernen Abtrennungen und den Holzpannelen am Boden. Es sieht nicht perfekt aus, sondern sehr urig, genau, wie ich es mag 🙂

Daraufhin bin ich in den Garten gegangen. Mir fiel ein, dass ich einige Studentenblumen noch nicht gepflanzt hatte, also buddelte ich sie im Gemüsegarten ein, wo Erdbeeren, Eisbergsalat, einige Kräuter und Lollo rosso wachsen (und in der hintersten Ecke Gras, wo ich noch nicht zum urbar-Machen gekommen bin).

writingwomans Gemüsegärtchen

Dann habe ich mir alles noch einmal angesehen und fotografiert, und mir fehlt das gewisse Etwas. Ob es etwas nützen würde, wenn ich die Steinplatten durch Holzlatten ersetzen würde? Vermutlich wäre ich immer noch unzufrieden.

Ich kann mir offenbar selbst nix recht machen ;-))

Kennt Ihr das auch?

Mein guter „Ferrari In Außergewöhnlicher Tarnung“ hatte einen Plattfuß und musste frisch beschlagen werden.
Deshalb durfte ich heute um halb sieben meine Tochter in der SUV-Nobel-Karosse (Lada Niva aus dem Jahr 1996) vom Papa zur Krankengymnastik chauffieren.
Musik ist hier nicht nötig, denn die Luxus-Karre hat extrem viel tierische Extras: beim Lenken maunzt eine Katze, beim Beschleunigen röhrt der Hirsch und brummt der Bär, und außerdem tritt ein Vibrationsalarm à la Klapperschlange in Kraft.
Der fürchterliche Nebel ist dann auch endlich verschwunden, nachdem ich die Kombizange zur Verstellung der Lüftung gefunden hatte. Mit diesem praktischen Mehrzweckwerkzeug ist es mir dann auch nach 10 Kilometern und einem kräftigen Hauruck gelungen, die Innentemperatur von Backofen auf Kühlschrank einzustellen – anscheinend ist der Sprit-Verbrater nicht mehr gefahren worden, seit es richtig Sommer ist.
Auf der Rückfahrt konnte ich dann bergab auf einer neu ausgebauten Strecke mal richtig Gas geben und auf 90 Kmh beschleunigen… WOW – da geht die Post ab!…. ein kurzer Blick in den Rückspiegel …… was ist das? Wer wirft hier weiße Backsteine aus meinem Auto mitten auf die Fahrbahn?….. Fuß vom Gaspedal… noch ein Blick in den Rückspiegel…. die Backsteine sind jetzt platt?!? Auf einmal die Erkenntnis: bei der Beschleunigung auf diese unglaubliche Geschwindigkeit hat der Vibrationsalarm des Autos den Innenspiegel einbezogen, und die Mittelstriche auf der Fahrbahn zu virtuellen Backsteinen gemacht.
Das Schöne am Fahren mit alten Schrottkarren: ich komme mir vor, als wär ich wieder 18 Jahre alt…

Wir waren schon häufiger in Schweden und werden auch in diesem Jahr wieder hinfahren. Mein Mann lernt seit vielen Jahren Schwedisch, wir backen gerne Lussekatter und Kaneelbuller und haben nette Kontakte in dieses Land.

So war es nur zwangsläufig, dass wir uns vor mittlerweile vier Jahren aus Dalarna einen Eimer „Äkte Falu Rödfärg“ mitgebracht haben – die rotbraune Kupferfarbe, mit der in Schweden so viele Häuser gestrichen werden. Sinn der Sache war es, das Kinderspielhäuschen damit zu streichen.

Nun dauert es ja bei mir bekanntlich eine Weile, bis ich etwas in die Tat umsetze 😉 Am Sonntag haben wir also laaange ausgeschlafen, anschließend habe ich im Liegestuhl mit einem Stapel (Country)Gartenzeitschriften gechillt. Solche Zeitschriften wecken immer einen irrsinnigen Tatendrang in mir, und so machte ich mich daran, endlich das Häuschen zu streichen. Da die ganze Spielecke aber leider ziemlich gut von den Nachbarn einzusehen ist, die dann immer durch die Hecke meckern, habe ich zuallererst Sichtschutzelemente aufgestellt, die auch schon einige Zeit auf diese Bestimmung gewartet hatten 😉

Spielecke im hinteren Gartenteil

Dafür musste ich einige Äste des Ahorns opfern, der auch schon sehr tief über den Buddelkasten hing. Einerseits mochten die Kinder die daraus entstandene „Höhle“, andererseits störten die teifhängenden Äste jedoch beim Toben. So sieht es wieder besser aus, und es wächst ja ziemlich schnell weider nach.

Anschließend ging ich dann mit der Farbe zu Werke und am nächsten Tag kamen noch die weißen Effekte dazu, und voilá:

Spielhaus im Schwedenlook

Und wo ich doch schon einmal dabei war, musste auch der Unterstand dran glauben:

Unterstand im Schwedenlook

Die Farbe ist äußerst ergiebig, sie wird noch für die Mülltonnenumrandung und das Gartentor ausreichen 😉 Und für den Zaun können wir ja noch was aus Schweden mitbringen 😉

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