Sonstiges


Ich hab die Schlagwortwolke aus dem Seitenstreifen mal rausgenommen. Die hat sich irgendwie selbst eingefroren, neue Schlagworte werden seit längerem nicht mehr aufgenommen. Scheint eine feste Größe/Anzahl von Schlagworten zu sein, die dargestellt wird.
Schon bei „Kiwi“ hat sie gestreikt … 😦

Irgendwie bringt das dann ja nix …

Man kann zwar zu seinem Artikel/Beitrag zwar immer noch Schlagworte eintragen, aber im Seitenstreifen erscheint dann halt nix mehr. Auch nicht schlimm, oder?

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Nein danke!

Atomkraftwerke sind nicht so umweltfreundlich wie die Gier der Energie-Mächtigen und der gekauften Lobby-Politiker uns glauben machen will.
Oberflächlich – wenn man nur den CO2-Ausstoß betrachtet … vielleicht.
Aber AKWs haben das Potential, ganze Landstriche unbewohnbar zu machen und eine Menge Leben auszulöschen. Krank machen sie heute schon, auch wenn das immer wieder bestritten wird.
(Eigentlich müssten das auch die Verantwortlichen wissen und zugeben, wenn sie ehrlich wären. Aber man will ja weiter gut verdienen …)

Mit fiel gerade mein Mylopa-Kapitel zum Thema „Tschernobyl“ in die Hände, und da hab ich beschlossen, auch euch diesen kurzen Auszug lesen zu lassen:

*

Schließlich kam der Tag, der mir ein Stück die Welt veränderte. Der Tag mit der Nachricht aus Tschernobyl. Ich weiß noch, mit welchem Gefühl ich am Morgen nach dem Fernsehbericht aus dem Haus ging. Ich sehe noch vor mir wie der Frühnebel über den Wiesen stand und den Tieren auf den Weiden die Beine wegretuschierte, sodass sie zu schweben schienen. Wie die Tautropfen an den jungen Grashalmen in der Sonne glitzerten, der Gesang der Vögel den Wald in einen riesigen Konzertsaal verwandelte, und wie die Stimmung voller Frieden schien.

Ich sah es und dachte gleichzeitig darüber nach, wie verlogen meine Wahrnehmung mir eine heile Welt vorgaukelte. Ließ die Hühner aus dem Stall und überlegte, ob das nicht zu gefährlich sei, ob man anschließend ihre Eier noch essen könne. Ich betrachtete die wiederkäuenden Schafe vor dem Sommerstall, die Gänse im Gras und machte mir Gedanken darüber, welcher Gefahr sie alle ausgesetzt waren. Jetzt und für viele Generationen danach.

Ich öffnete das Lattentor zwischen der Buchenhecke, ging in den Gemüsegarten und wusste, dass ich keine Blätter für den Tee, kein Schnittlauch für das Rührei zum Frühstück pflücken durfte.

Unfassbar für mich.

Wie in Trance lief ich an den Beeten entlang. Bückte mich nicht wie sonst, um zu berühren, zu fühlen, mich daran zu freuen, dass die frischen grünen Spitzen sich ein paar Millimeter weiter aus dem Boden geschoben hatten.

Ein unwirkliches Szenario, gespenstisch – wie in einem bösen Traum.
Alles wirkte äußerlich unverändert, nichts war anders als gestern, und doch schwebte über allem die unsichtbare Ungeheuerlichkeit, dass sich über Nacht jede Pflanze in eine giftstrotzende, gefährliche Zeitbombe verwandelt haben könnte.

Möglich war zu diesem Zeitpunkt alles, und neue Nachrichten lösten die Bedrohlichkeit der ersten nicht auf, fügten ihr eher Unfassbares hinzu, sodass mir im Augenblick alles sinnlos erschien.

Da zogen wir uns aufs Land zurück, weit weg von Kokereien, Zinkhütten und Cadmium-Möhren, flohen vor den Dreckschleudern des Ruhrpotts in ein relativ unbelastetes, sauberes Gebiet, steckten unsere Energie in dieses Land und in seine möglichst natürliche Bearbeitung, und dann knallte es irgendwo in der Welt, viele hundert Kilometer von uns entfernt, und Sprecher im Fernsehen gaben uns den dringenden Rat, in diesem Jahr besser die Finger vom Schnittlauch und von den Beeren zu lassen!
Wie lächerlich! Nur in diesem Jahr?

Aber klar doch. Die Menschen mit ihrem Hang, alles Negative und Besorgniserregende möglichst schnell zu vergessen, würden die nachfolgende Vegetation als völlig normal ansehen wollen. Nur weitermachen wie bisher, sich nicht von Unbequemlichkeiten und Umdenken aus den vermeintlichen Sicherheiten und Gewohnheiten reißen lassen.

Unbegreiflich – das alles, und doch erwartet. Nun war es geschehen, tatsächlich geschehen.

Mit einem Gefühl zwischen Angst, Trauer und Wut fragte ich mich, wie Menschen nur den Mut zu einer Technologie aufbrachten, die mit ihrem unüberschaubaren, das Risiko völliger Vernichtung einschließenden Potential – über ungeheure Zeiträume hinweg – das Leben vieler Generationen der eigenen und anderer Arten auf unserem gesamten Planeten gefährdete. Dreißigtausend Jahre Halbwertzeit für Caesium, hatten sie gesagt. Dreißigtausend!

Jesus von Nazareth war gerade mal zweitausend Jahre lang tot. Eine irrsinnig lange Zeit für uns Menschen, doch wie lächerlich wenig im Vergleich zu der Zeit, in der dieser radioaktive Stoff etwa die Hälfte von seiner Gefährlichkeit verloren haben würde.“ …

*

Nach dieser schrecklichen Erfahrung wünsche ich mir ganz dringend, dass die Laufzeiten unserer Atomkraftwerke AUF KEINEN FALL verlängert werden. Und schon gar nicht mit der fadenscheinigen Begründung, dass damit das Klima gerettet werden könnte. Außerdem soll niemand glauben, dass eine solche Verlängerung den Strom billiger machen würde. Der müsste eigentlich JETZT schon billiger sein, da die Monopol-Konzerne die Immissionsrechte von der Politik kostenlos in den Allerwertesten geschoben bekommen haben. Seltsam nur, dass diese nie bezahlten Kosten bei der Stromberechnung mit auftauchen …
Verbrecher!

Es muss endlich Schluss sein mit dieser lebensbedrohlichen Technologie (für die es bis heute kein Entsorgungskonzept gibt, und die von Menschen bedient wird, die nun mal Fehler machen), Schluss mit den immensen Einnahmen der Energiekonzerne und damit, dass man Menschen, die gegen den Einsatz der Atomkraft sind, als „Ideologen“ abwertet und diffamiert und versucht, die Bürger durch Lügen und falsche Preisversprechen zu verdummen …
SCHLUSS!

Hier ein Spiegel-Artikel zum 20. Jahrestag der Katastrophe im Jahr 2006.

Erinnert auch ihr euch an diese Tage um den 26. April 1986?
Wie habt ihr euch damals mit dieser Nachricht gefühlt?

Am letzten Freitag in der Innenstadt von Aschaffenburg: ich saß kurz vor Mittag gemütlich im Straßencafé am Rand der Fußgängerzone und hatte eine große Tasse Cappuccino und ein Buch vor mir. Die wenigen Bäume in der Nähe hatten durch die lange Trockenheit schon ein ganz kleines bisschen Laub verloren, und der Mitarbeiter der Stadtwerke fegte sehr geschäftig wirkend, leidenschaftlich lächelnd und lautstark mit seinem motorisierten Gerät über den Gehweg.

Durch diese nervende Geräuschkulisse aus den tiefsten Tiefen meines Buches gerissen, dachte ich über Alternativen zu den Laubsaugern nach.

Könnte der hochgradig arbeitsam erscheinende Mann nicht einen normalen Straßenbesen nehmen und den Lärm, der für ihn anscheinend nötig ist, um sich seine große Bedeutung für die „Allgemeinheit“ zu beweisen, über die Kopfhörer eines Walkmans zuführen?

Die Impressionen aus der Großstadt sind in diesem Fall auch eher ländlich, da wir am Freitag vor unserer Lieblingspizzeria der Wildschweinfamilie begegneten, die hier seit geraumer Zeit immer mal wieder spazieren geht:

Und dann hat sich vorhin unser Monsieur Katz sehr dekorativ auf die blaue Bank neben der Haustür gehockt:

*ggg*

Am Wochenende bin ich dann mal eben als Mamataxi 130 km in die Uckermark gefahren (2x hin und zurück), und habe es mir nicht nehmen lassen, wahrhaft ländliche Impressionen mitzunehmen, wie z.B. diese hier:

Mehr davon hier oder bei Flickr.

Mein guter „Ferrari In Außergewöhnlicher Tarnung“ hatte einen Plattfuß und musste frisch beschlagen werden.
Deshalb durfte ich heute um halb sieben meine Tochter in der SUV-Nobel-Karosse (Lada Niva aus dem Jahr 1996) vom Papa zur Krankengymnastik chauffieren.
Musik ist hier nicht nötig, denn die Luxus-Karre hat extrem viel tierische Extras: beim Lenken maunzt eine Katze, beim Beschleunigen röhrt der Hirsch und brummt der Bär, und außerdem tritt ein Vibrationsalarm à la Klapperschlange in Kraft.
Der fürchterliche Nebel ist dann auch endlich verschwunden, nachdem ich die Kombizange zur Verstellung der Lüftung gefunden hatte. Mit diesem praktischen Mehrzweckwerkzeug ist es mir dann auch nach 10 Kilometern und einem kräftigen Hauruck gelungen, die Innentemperatur von Backofen auf Kühlschrank einzustellen – anscheinend ist der Sprit-Verbrater nicht mehr gefahren worden, seit es richtig Sommer ist.
Auf der Rückfahrt konnte ich dann bergab auf einer neu ausgebauten Strecke mal richtig Gas geben und auf 90 Kmh beschleunigen… WOW – da geht die Post ab!…. ein kurzer Blick in den Rückspiegel …… was ist das? Wer wirft hier weiße Backsteine aus meinem Auto mitten auf die Fahrbahn?….. Fuß vom Gaspedal… noch ein Blick in den Rückspiegel…. die Backsteine sind jetzt platt?!? Auf einmal die Erkenntnis: bei der Beschleunigung auf diese unglaubliche Geschwindigkeit hat der Vibrationsalarm des Autos den Innenspiegel einbezogen, und die Mittelstriche auf der Fahrbahn zu virtuellen Backsteinen gemacht.
Das Schöne am Fahren mit alten Schrottkarren: ich komme mir vor, als wär ich wieder 18 Jahre alt…

Eben in Report Mainz gesehen: Ist Schächten Tierquälerei?

Eindeutig: JA!!! – meine ich (und meinte man erfreulicherweise auch eben in diesem Bericht.)
Und zum Glück sieht das auch die Bundestierärztekammer mittlerweile so und macht sich nun – lt. Report Mainz – dagegen stark.

Hier der Beitrag als Video.

Ich war entsetzt, als vor einigen Jahren den in Deutschland lebenden Religionsgemeinschaften, bei denen das Schächten von Tieren angeblich zur „zwingenden religiösen Pflicht“ gehört, Ausnahmen vom ansonsten hier bestehenden Schächtungsverbot gewährt wurden.

Aha, habe ich mich gefragt und einmal versucht, das konsequent zuende zu denken:

Wenn es also zur Wahrung der verfassungsmäßig garantierten Religionsfreiheit gehört, einzelnen religiösen Gruppen Ausnahmen vom ansonsten für alle übrigen Gruppen geltenden Recht zu gestatten, selbst wenn es (wie in diesem Fall) ganz eindeutig gegen das Tierschutzgesetz verstößt, müsste man so etwas dann nicht folgerichtig auch Religionsgemeinschaften zugestehen, die Menschenopfer praktizieren, wenn/weil das ebenfalls angeblich „zwingend zur Ausübung ihrer Religion gehören würde“? (Man stelle sich vor, es lebten ein paar alte Inkas oder Mayas oder irgendwelche Buschvölker hier im Lande, die ihren Göttern noch Menschenopfer bringen wollten …)

Was wäre denn dann?
Würde man das ebenfalls ergeben abnicken, weil das ja schließlich zur Ausübung einer bestimmten Religion gehörte?!

Natürlich nicht! – sagst du, weil … das wären ja MENSCHEN.

Aber – mal ehrlich: Im Grunde sind ja auch Menschen nur (Säuge-)Tiere …
Ja, so isses nun mal, auch wenn viele Vertreter unserer Spezies das gern anders sehen würden.

Wo soll es aufhören, wenn man eine solche Quälerei von lebendigen Wesen unter religiösen Begründungen zulässt???
Was ist das für eine Religion, die so etwas Lebens- und Naturverachtendes von seinen Gläubigen fordert?

Ganz abgesehen davon:
Muss sich ein Staat das zueigen machen?
Wo bleibt da die Trennung von Staat und Religion?

Selbst in vielen islamischen Staaten ist – wie ich eben erfuhr – das Betäuben der Tiere vor dem Schächten mittlerweile zugelassen und wird nicht mehr als Verstoß gegen die religiösen Gesetze angesehen, aber wenn hier in Deutschland Extrem-Religiöse, an denen diese Entwicklung vorbeigegangen ist, krähen, dass sie es unbedingt ohne Betäubung haben müssen, können Tiere beim Sterben noch so leiden – unser Seehofer, dieses Fähnchen im Lobby-Wind, beugt sich, weil er die Auseinandersetzungen scheut, die eine Gesetzesänderung zum Wohle der Tiere auslösen würde.
(Aber ihr hättet ihn in diesem Beitrag mal sehen sollen – der wusste vor lauter Unsicherheit und – hoffentlich – gefühlter Scham über seine eigene abstruse Argumentation gar nicht, wo er hingucken sollte …)

Widerlich!

Wenn ich mir vorstelle, so etwas wie das grausame Schächten wäre meinen Schafen früher auf Mylopa passiert …

Schafe Mylopa

… und zum Beispiel auch meine Luise und ihre Babys wären auf diese Weise vom Leben zum Tode befördert worden …

1Luise

*schauder*

vor unserem Haus haben Insekten eine interessante Röhrenlandschaft gebaut…

rohren holz2

hier ist eine dieser Wohnungen im Insekten-Eigenbau…

rohrenbau

aber leider weiß ich immer noch nicht, welche Insekten das eigentlich sind…

rohre insekt

ob die Röhren nach dem nächsten Regen noch existieren?

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